Freitag 20.09.2002

Text von Judith Richter


Das Goldmuseum in Brad


Das Goldmuseum in Brad wurde 1896 gegründet und mit einer (extrem gut gesicherten!) Sammlung, die zu 90% Goldexponate enthält, ist es in Rumänien einzigartig. Die Ausstellung beinhaltet einen Historischen Teil, in welchem archäologische Funde aus der Römerzeit des Gebietes um Brad ausgestellt werden. Zu den ältesten Exponaten gehören Münzen mit einem Alter zwischen 69 und 211. Zur historischen Ausstellung gehören weiterhin viele alte Schwarzweiß-Fotos von Bergmännern und deren Arbeit in Rosia Montana. Die Goldschaustücke stammen größtenteils aus dem Apuseni Erzgebirge, aber auch aus Nordamerika, Afrika, Algerien, Bosnien und Jugoslawien. Zu sehen sind Goldnuggets aus Seifenlagerstätten, verschiedenste Golderze oder auch dendritische Formen gediegenen Goldes. Besonders auffällig sind die ‚Eidechsen', die ‚Harfe' und andere schöngestaltige Goldstufen.

--> Seminarbeitrag von Daniel Krause
"Gold- Ein Überblick"

 
Goldstufe Goldstufen
Abb.15  Goldstufe aus Brad Abb.16  Weitere Goldstufen

 

Der Steinbruch in Valea Azelului


Valea Arsului heißt soviel wie ‚das gebrannte Tal' und wie der Name vermuten lässt, besteht das Gebiet aus mehreren Vulkankegeln, die tertiäres Alter haben. Unweit ist auch ein Braunkohlegebiet gelegen.
 
In Valea Arsului befindet sich ein großer Tagebau, der sich in Privatbesitz befindet und noch in Betrieb ist. Anstehend sind zwei Andesitlagen- eine helle und eine dunklere- und der Kontaktbereich zwischen diesen. Außen befinden sich die eher melanokraten Minerale. Der dunklere Andesit ist der jüngere. Die Kontaktzone, welche sich beim Austritt des heißen ‚dunklen' Andesites gebildet hat, besteht aus einem Hornfels. Leider ist der Andesit in diesem Bereich mehr oder weniger unbrauchbar, da der Hornfels durch Verunreinigen den Abbau des Andesites erschwert.
 
Auch wenn das Gebiet um Brad ein sehr reiches Erzrevier (Pb, Zn, Cu, Ag) ist, wird im Steinbruch Valea Arsului der Andesit selbst als Baumaterial abgebaut, vor allem werden Schotter und Pflastersteine hergestellt. Zu beobachten war ein Mann, der pro Tag etwa 1 t Pflastersteine per Hand zurecht schlägt und einen Lohn von ca. 20 US$/t verdient. Der mehr oder weniger maschinelle Abbau erfolgt durch Sprengungen in senkrechten Bohrlöchern und Abtransport des Schotters in LKWs.
 
Der Mineralbestand ist relativ vielfältig (Pyroxene, Calcit, Apophyllit, Phillipsit, Okenit,..), besonders interessant waren die Zeolithe, die sich vor allem in der bereits stark verwitterten Kontaktzone, in Klüften und Drusen befanden.

 
Mineraliensuche
Abb.18  Mineraliensuche im Steinbruch Valea Azelului

 

Buces Vulcan- Zwischenstop


Auf der Fahrt nach Cimpeni war entfernt ein Vulkan-ähnlicher Berg zu sehen, der trotz des Aussehens und des Namens kein Vulkan sondern ein riesiger Olistolith sein soll. Der Olistolith besteht hauptsächlich aus jurasischen Kalksteinen.
 
Buces Vulcan
Abb.19  Blick auf den Olistolith von Buces Vulcan

 

Übernachtung in Cimpeni (by AS)


In Cimpeni haben wir nur eine Nacht gewohnt, was eine objektive Einschätzung nur schwer zulässt. Aber dennoch werde ich versuchen meine Eindrücke in Worte zu fassen.
 
Wir waren wiedermal in verschiedenen Mehrbettzimmern untergebracht, die aber ganz nett eingerichtet waren. Besonders die hübschen Kronleuchter hatten es einigen angetan. Das einzige was zu wünschen übrig ließ waren die Sanitärenanlagen, was aber erstens nichts neues wahr und zweitens für eine Nacht zu verkraften war. Den Abend haben wir in einem kleinem gemütlichen Pub verbracht, da dass Restaurant des Hauses wegen einer Feierlichkeit vorzeitig schließen musste.


Dancing all the Night
Abb.20  "Das große Jungszimmer"

 
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