Das Goldmuseum in Brad wurde 1896 gegründet und mit einer
(extrem gut gesicherten!) Sammlung, die zu 90% Goldexponate
enthält, ist es in Rumänien einzigartig.
Die Ausstellung beinhaltet einen Historischen Teil, in welchem
archäologische Funde aus der Römerzeit des Gebietes um Brad
ausgestellt werden. Zu den ältesten Exponaten gehören Münzen
mit einem Alter zwischen 69 und 211. Zur historischen Ausstellung
gehören weiterhin viele alte Schwarzweiß-Fotos von Bergmännern
und deren Arbeit in Rosia Montana.
Die Goldschaustücke stammen größtenteils aus dem Apuseni
Erzgebirge, aber auch aus Nordamerika, Afrika, Algerien,
Bosnien und Jugoslawien. Zu sehen sind Goldnuggets aus
Seifenlagerstätten, verschiedenste Golderze oder auch
dendritische Formen gediegenen Goldes. Besonders auffällig
sind die ‚Eidechsen', die ‚Harfe' und andere schöngestaltige
Goldstufen.
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| Abb.15 Goldstufe aus Brad | Abb.16 Weitere Goldstufen |
Valea Arsului heißt soviel wie ‚das gebrannte Tal' und wie der
Name vermuten lässt, besteht das Gebiet aus mehreren Vulkankegeln,
die tertiäres Alter haben. Unweit ist auch ein Braunkohlegebiet
gelegen.
In Valea Arsului befindet sich ein großer Tagebau, der sich in
Privatbesitz befindet und noch in Betrieb ist. Anstehend sind
zwei Andesitlagen- eine helle und eine dunklere- und der Kontaktbereich
zwischen diesen. Außen befinden sich die eher melanokraten Minerale.
Der dunklere Andesit ist der jüngere. Die Kontaktzone, welche
sich beim Austritt des heißen ‚dunklen' Andesites gebildet hat,
besteht aus einem Hornfels. Leider ist der Andesit in diesem
Bereich mehr oder weniger unbrauchbar, da der Hornfels durch
Verunreinigen den Abbau des Andesites erschwert.
Auch wenn das Gebiet um Brad ein sehr reiches Erzrevier
(Pb, Zn, Cu, Ag) ist, wird im Steinbruch Valea Arsului der
Andesit selbst als Baumaterial abgebaut, vor allem werden
Schotter und Pflastersteine hergestellt. Zu beobachten war
ein Mann, der pro Tag etwa 1 t Pflastersteine per Hand zurecht
schlägt und einen Lohn von ca. 20 US$/t verdient. Der mehr oder
weniger maschinelle Abbau erfolgt durch Sprengungen in senkrechten
Bohrlöchern und Abtransport des Schotters in LKWs.
Der Mineralbestand ist relativ vielfältig (Pyroxene, Calcit, Apophyllit,
Phillipsit, Okenit,..), besonders interessant waren die Zeolithe,
die sich vor allem in der bereits stark verwitterten Kontaktzone,
in Klüften und Drusen befanden.
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| Abb.18 Mineraliensuche im Steinbruch Valea Azelului |
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| Abb.19 Blick auf den Olistolith von Buces Vulcan |
In Cimpeni haben wir nur eine Nacht gewohnt, was eine
objektive Einschätzung nur schwer zulässt. Aber dennoch werde ich versuchen
meine Eindrücke in Worte zu fassen.
Wir waren wiedermal in verschiedenen Mehrbettzimmern untergebracht, die aber
ganz nett eingerichtet waren. Besonders die hübschen Kronleuchter hatten
es einigen angetan. Das einzige was zu wünschen übrig ließ waren die
Sanitärenanlagen, was aber erstens nichts neues wahr und zweitens für eine
Nacht zu verkraften war. Den Abend haben wir in einem kleinem gemütlichen
Pub verbracht, da dass Restaurant des Hauses wegen einer Feierlichkeit
vorzeitig schließen musste.
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| Abb.20 "Das große Jungszimmer" |