Die früher staatseigene Marmorkompanie S.C. MARMOSIM S.A. erwarb
1997 50,91% der Anteile des Unternehmens TITAN MAR-MARMOSIM im
Rahmen einer internationalen Versteigerung. Diese Firma wurde im
Jahre 1994 mit Sitz in Bukarest gegründet. Ihr Schwerpunkt liegt
in der Gewinnung und Verarbeitung von natürlichen Dekorsteinen.
Monatlich werden etwa 2500m3 Blöcke, 36.000m2 Platten, 2.600m2
Tafeln und etwa 150m3 für künstlerische Arbeiten- Skulpturen,
Grabsteine u.a. abgebaut.
Die Blöcke für Marmosim stammen aus vorwiegen 4 verschiedenen
Steinbrüchen. Zu ihnen zählen u.a. rosafarbige und der weiße Varitäten
aus Ruschita und aus Borca.
Für die Zerkleinerung der Blöcke zu Platten bis 2cm werden Sägen
mit maximal 80 Sägeblättern verwendet. Im Normalfall beträgt eine
Säge ungefähr 15 Sägeblätter. Die Maschinen werden mit Wasser
gekühlt. Um ein Zerbrechen der Platten zu vermeiden, werden die
Maschinen kurz vor Schneideende ausgestellt und die Platten einzeln
fertig gesägt. Anschließend werden sie auf Rollen zur Poliermaschine
transportiert. Die Maschine vom Typ Abrazivi "Super Selva" besitzt 12
Reihen á 20-50 synthetischer Poliersteine und wird ebenfalls gekühlt
mit Wasser. Poliert wird mit dem Poliermittel "LLBV 2000". Die
Dauer beträgt circa 10 Minuten.
Nach dem Polieren erfolgt das Verpacken der Platten. Der größte
Teil der Produktion wird u.a. nach Italien, Deutschland, Taiwan,
Libanon, Österreich und Ungarn exportiert.
Die gefertigten Platten werden in verschiedenen Größen von 2m2 bis zu 20m2 gefertigt,
und diese werden hauptsächlich als Boden-, Wand- und Fasadenplatten verwendet.
Weiterhin besitzt die Firma eine Abteilung zur manuellen Bearbeitung der
Marmorplatten, für die Herstellung von Ornamenten an u.a. Grabsteinen
und Einfassungen für Kamine.
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(C) Nicole Winkler 2002 |
Das Uroigebiet ist der locus typicus des Pseudobrookits.
Die isolierte Bergkuppe, zugehörig dem Muresgebirge, erhebt sich
200m über die Transsylvanische Hochebene und befindet sich circa
3km nordöstlich der Stadt Simeria und etwa 20km östlich von Deva.
Im südöstlichen Karpatenraum setzte erst Ende der Kreide die
eigentliche Hauptphase der alpidischen Gebirgsbildung ein. Als
Folge dieser bildete sich am Westrand des Siebenbürger Beckens
eine Schwächezone von großer Ausdehnung. Diese Zone ist u. a.
gekennzeichnet durch andesitischen Vulkanismus. Der Berg Magura
Uroiului besteht aus 3 Generationen solcher pyroxenreicher Andesite.
Ihr Alter wird in das Obere Miozän (Badean) datiert.
Die Andesite bestehen im allgemeinen aus: 55% Plagioklas, 22% Pyroxen, 20% Biotit,
2% Magnetit und 1% Apatit. In Kontakt zu Xenolithen,
bzw. an Hohlräumen treten Granate und Pseudobrookit auf. Pseudobrookit
kommt jedoch nur in der 2. Generation der Andesite, den ziegelroten
Andesiten vor. Weiterhin treten Quarz (Drusen und Xenolithe), Titanit
(sekundär, in Drusen, klein) und Tidymit (sekundär, Klüfte,Hohlräume, an Xenolithen) auf.
Bei Pseudobrookit handelt es sich um ein Titan-Eisen-Oxid, welches
erstmals 1878 von Prof. A. Koch im Uroiului-Andesit entdeckt und
beschrieben wurde. Zur Entstehung des Minerals gibt es 2 Hypothesen.
Da er vor allem um Xenolithe angeordnet ist, ist eine Entstehung
in den stark oxidierten Bereichen des Magmas anzunehmen.
Die sekundäre Alteration (Hochtemperaturoxidation) von titan-eisen-haltigen
Mineralen, wie Magnetit und Ilmenit, ist die zweite Möglichkeit
der Entstehung.
Die ideale einfache chemische Formel von Pseudobrookit lautet Fe2TiO5.
Im Streckeisen sind die Beziehungen zwischen Rutil, Wüstit, Magnetit
und Hämatit verdeutlicht.
Da Eisen 2- sowie 3-wertig und Titan 3- sowie 4-wertig sein kann,
besteht zwischen FeTi3O5 und Fe2TiO5 eine komplette Mischreihe
von Fe2+ zu Ti4+. Weiterhin ermöglicht die Wertigkeit des Eisens
einen Austausch mit Mg, Mn oder Ca, wobei Mn ebenfalls in der
Lage ist seine Wertigkeit zu ändern. Auf Grund dieser Reaktionen
tritt Pseudobrookit fast nie in seiner idealen Zusammensetzung
auf. Der Titangehalt des Pseudobrookits kann innerhalb des
Gesteins, sogar innerhalb des Minerals, stark schwanken.
Ab einer Temperatur von ungefähr 1150°C ist die Mischreihe
zwischen Fe2TiO5 und FeTi2O5 nicht mehr gewährleistet.
Der Titangehalt nimmt mit sinkender Temperatur ab und ist
somit bei Beachtung der unterschiedlichen Titan- und Sauerstoffzufuhr
als geologisches Thermometer verwendbar.
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Das Schloß gehörte, wie der Name bereits verrät der Corvinfamilie.
Diese erhielt das im 14. Jahrhundert erbaute Schloß als Schenkung
des Königs für besondere militärische Dienste. 2 Generationen der
Corvins bauten das Schloss immer weiter aus. So war das Schloss
bereits im 15. Jahrhundert ein einzigartiges Beispiel für den
nobelsten Regierungssitz in Transylvanien, im Besitz einer
Verbindung spezieller Elemente der ausgehenden Gotik und der
beginnenden Renaissance. Es folgten nach den Corvins noch weitere
22 Besitzer, u.a. diente es als Lager für die Eisenproduktion.
Durch die Übernahme durch Gabriel Bethlen (1613- 1629) wurde
die Festung erneut umgebaut und modernisiert im Stil der Spätrenaissance.
Weitere Umbauten und Brände zerstörten im 19. Jahrhundert einen
Großteil der Holzstrukuren. Erste Restaurationen wurden 1868- 1874
durchgeführt, u.a. die Erbauung einer neugotischen Fassade.
Der Wandel vom Schloss zum Museum im Jahre 1974 war Ausgangspunkt
für weitere Restaurationen, die bis heute anhalten.
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| Abb.13 Das Schloss der Corvins in Hunedoara, (C) Uwe König 2002 |
Die heute nicht mehr aktiven Thermalquellen bei Calan, sind von den Römern erbaut worden. Es handelt sich um postvulkanische Thermalquellen, welche hauptsächlich aus Travertin bestehen. Solche heißen Quellen entstehen im Zusammenhang mit vulkanischen Regionen und scheiden an der Oberfläche "Sinterkalk" als Travertin ab.
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| Abb.14 Sinterkalkbänke in Calan (C) Rosemarie Stiefel 2002 |